monatlich das Neueste aus dem Garten
April 2026
Ab Morgen ist es soweit! Da ist er wieder, der April und macht genau, was er soll, er ist unbeständig. Regen könnte er sehr gerne mitbringen vor allem nach Berlin und Brandenburg. Nein, nicht über Ostern, ich möchte niemandem die Feiertage vermiesen, doch die Natur braucht vor allem in der Wachstumszeit Wasser.
Im Garten blüht nun doch schon einiges. Die Frostschäden haben sich in Grenzen gehalten, zumindest bei den Pflanzen, die schon wieder sichtbar sind. Mein kriechender Rosmarin hat einige braune Stellen, wir dieser Tage kräftig zurück geschnitten. Überhaupt: Die Schere ist wieder viel im Einsatz. Was ist nicht alles abzuschneiden! All die trockenen Stauden, die im Winter das Beet noch belebt haben, müssen jetzt dem frischen Grün der Neuaustriebe weichen. Und was nicht alles kommt. Mehr Winterlinge im Staudenbeet, als mir lieb ist, sie werden, wo es möglich ist, ausgegraben und umgepflanzt. An den Gehölzstreifen finden sie einen viel besseren Platz und so hoffe ich, vermehren sich dort.
Es lohnt sich immer wieder darüber nachzudenken, wo die Frühjahrsblüher stehen sollen. Wenn möglich, dann in der Nähe der Eingangstür, auf dem Weg zum Müllplatz oder zu Garage oder Stellplatz. Es erheitert das Gemüt, wenn Schneeglöckchen, Winterlinge, Krokusse und später auch Blausternchen den Blick auf sich ziehen.

Schneeglöckchen Flore Pleno
Als Dauerbrenner in dieser Vorfrühlings-und Frühlingszeit kann man die Lenzrosen, Christrosen oder Schneerosen bezeichnen. Sie lieben lichtschattige Standorte, ist der Boden leicht sauer, wird das ebenso toleriert, wie ein normaler Gartenboden. Will man dauerhaft Freude an den Stauden haben, dann sollte man sie gut mit Dünger versorgen. Im zeitigen Frühling (das ist vorbei) und dann noch einmal nach der Blüte, damit die Pflanze die Nährstoffe speichern kann.
Bekommt man im Winter einen großen Topf mit blühenden Lenzrosen geschenkt, dann ist die Freude groß und man lässt sie im Zimmer, bis sie abgeblüht ist. Nach Wochen wandert sie in den Garten. Wer nun vergisst sie wirklich regelmäßig und kräftig zu düngen, der erlebt, dass aus der hochgezüchteten Pflanze im darauffolgenden Jahr ein Kümmerling wird. Das kann unter Umständen sogar mit Düngung passieren. Aber Geduld, wird die Lenzrose gut versorgt, erholt sie sich wieder und passt sich an das Klima im Garten an, blüht im nächsten oder übernächsten Jahr wieder gut. Bleibt die Pflege, wird die Blüte üppiger. Lenzrosen sind wirkliche Dauerblüher. Meist fangen sie im Dezember oder Januar an, (es hängt von der Temperatur ab) machen jetzt Anfang April immer noch eine beeindruckende Figur. Die großen Blätter schneide ich weg, dann kommen die Blüten besser zur Geltung. Die weiße Ice and Roses hat ihren Platz direkt neben den Stufen zum Eingang, wird immer wieder beachtet und bestaunt.

Lenzrose Ice and Roses

Lenzrose namenloses Geschenk in rosa

Lenzrose Winter-Angel
Was ist noch im Garten zu tun? Wer Kompost pflegt, der hat ihn wahrscheinlich schon ausgebracht, hier auf dem Grundstück haben wir 25 volle Schubkarren verteilt, (wer genaueres lesen will, auf facebook) https://www.facebook.com/ingridsgartenhaus/
Man kann dem Garten nichts Besseres antun, als ihn mit reifem Kompost zu versorgen, das gilt für leichte, wie für schwere Böden. Der Sandboden braucht Nährstoffe und Möglichkeiten das Regenwasser festzuhalten, der schwere Boden braucht Belüftung und Lockerung, damit keine Staunässe entsteht.
Wer noch tiefer eintauchen möchte: In meinem Buch Hauptstadtgarten wird alles ganz genau beschrieben. Und: Ich setze nie um, seit über 35 Jahre praktiziere ich diese Art des Kompostierens. Immer kommt gute, reife Erde heraus, ich bin mit der Kompostanlage (mit einem Teil des Inhalts) umgezogen.

Diese kleinen Narzissen bekommt man oft in Gestecken geschenkt, ausgepflanzt schmücken sie den Frühlingsgarten.
März 2026

Zaubernuss (Hamamelis)
Nach einem ungewohnt langen Winter steigen nun die Temperaturen. Die Zaubernuss, die zu den wichtigsten Winterblühern gehört, hat ungefähr vier Wochen Verspätung. Das bringt sie in den Genuss von Bienen besucht zu werden, die, wenn sie im Januar blüht, noch nicht fliegen.
Noch vor kurzer Zeit lag Schnee, oder festgetretene Schneereste, die Tage waren grau verhangen, feuchte Kälte machte den Aufenthalt im Garten und anderswo nicht angenehm.
Nun scheint alles vergessen. Kaum zwei Tage steigende Temparaturen, schon fliegen die Bienen, selbst eine Holzbiene habe ich schon gesichtet.
Also, nun ist es Zeit die Werkzeuge zu kontrollieren, dort wo die Frühjahrsblüher treiben, das Laub zu entfernen, damit der Boden sich erwärmen kann.
Um den Insekten noch Unterschlupf zu gewähren, sollte man immer noch an verschiednen Stellen im Garten das Laub oder den Winterschutz belassen. Es ist noch nicht sicher vorbei. Doch der Freude tut das keinen Abbruch. Der Frühling ist nicht mehr aufzuhalten.
Zeit ist auch, die Gräser zu teilen. Entweder sind sie zu groß geworden oder müssen aus gestalterischen Gründen umziehen. Dafür ist nun die richtige Zeit. Gräser kann man mit dem Spaten durchteilen, die einzelnen Stücke wachsen separat oder zusammen wieder gut an. Ein Rückschnitt vor dem Umpflanzen macht es leichter, gut angießen, nicht düngen, Gräser brauchen in der Regel nicht viel Dünger, eine spätere Kompostgabe reicht völlig aus.
Hecken uns Sträucher können jetzt auch geschnitten werden, bevor Vögel Nester bauen, sollte diese Arbeit abgeschlossen sein. Hecken und Sträucher freuen sich über eine kleine Düngergabe zum Start ins Frühjahr.

Winterlinge, die erste, kräftige Farbe im Garten.